Das Marcel-Callo-Haus liegt in unmittelbarer Nähe zum Dom St. Petrus und ist Sitz der BDKJ-Diözesanstelle

Wer war Marcel Callo?

Geprägt von katholischer Jugendarbeit und aus christlicher Motivation setzte sich Marcel Callo sein Leben lang für seine Menschen ein. In Gedenken an ihn wurde das Marcel-Callo-Haus nach ihm benannt. 

Am 06. Dezember 1921 in Rennes (Frankreich) geboren, wuchs er in der Bretagne auf und wurde Mitglied in der Pfadfinderschaft und der Christlichen Arbeiterjugend (CAJ). Während der Besatzung der Bretagne im zweiten Weltkrieg durch deutsche Truppen wandte er sich gegen das Nazi-Regime. Um Verfolgte zu vor diesem Regime zu retten, verhalf er ihnen zur Flucht in unbesetzte Teile Frankreichs. 

1943 verschleppten die Deutschen Callo selbst zur Zwangsarbeit nach Zella-Mehlis (Thüringen). Doch auch als Zwangsarbeiter hörte er nicht auf sich für die Menschen um ihn herum einzusetzen: Marcel Callo organisierte Gruppen und Gottesdienste, half als Krankenpfleger und war als Chorleiter und seelsorglicher Begleiter aktiv.

Aufgrund seines Engagements wurde Marcel Callo im April 1944 verhaftet und ins Gefängnis nach Gotha gebracht. Kurze Zeit später wurde er im Konzentrationslager Mauthausen (Oberösterreich) interniert. Dort starb er am 19. März 1945.

Das Marcel-Callo-Haus

Heute laufen im Marcel-Callo-Haus an der Kleinen Domsfreiheit 23 einige Fäden der katholischen Jugendverbandsarbeit im Bistum Osnabrück zusammen. In unmittelbarer Nähe zum Dom St. Petrus sind neben der BDKJ-Diözesanstelle auch einige im BDKJ organisierte Jugendverbände mit ihren Diözesanbüros ansässig. So sind Mitarbeiter*innen der DPSG (deutsche Pfadfinderschaft Sankt Georg), der KjG (katholische junge Gemeinde) und der CAJ (christliche Arbeiterjugend) im Marcel-Callo-Haus anzutreffen. 

Darüber hinaus sind Teile des Diözesanjugendamtes, die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB), der Osnabrücker Domchor, das Stipendienwerk Lateinamerika-Deutschland (ICALA) sowie die SüdNordBeratung, eine Anlaufstelle für entwicklungspolitische Initiativen mit uns im gleichen Gebäude. 

Von 1938 bis 2011 nutzte der Kirchenbote – die Wochenzeitung für das Bistum Osnabrück – die Räumlichkeiten an der Kleinen Domsfreiheit 23.

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