Synodaler Weg

Nach der Veröffentlichung der MHG-Studie „Sexueller Missbrauch an Minderjährigen durch katholische Priester, Diakone und männliche Ordensangehörige im Bereich der Deutschen Bischofskonferenz“ ist deutlich geworden: Die Kirche in Deutschland braucht einen Weg der Umkehr und Erneuerung!

Aus diesem Anlass haben die deutschen Bischöfe (DBK) und das Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) einen gemeinsamen Synodalen Weg beschlossen, bei dem verbindliche Entscheidungen in der katholischen Kirche in Deutschland unter Beteiligung der Gläubigen getroffen werden sollen.

Auf dieser Seite findet ihr die wichtigsten Fakten zum synodalen Weg, sowie Hinweise zu weiterführenden Informationen.

 

1. Was ist der synodale Weg?

Der synodale Weg folgt als Konsequenz aus der MHG Studie und hat zum Ziel, die kirchlichen Strukturen in Deutschland weiterzuentwickeln. Mit dem synodalen Weg macht sich die katholische Kirche in Deutschland auf einen Weg der Erneuerung, auf dem zentrale Themen- und Handlungsfelder geklärt werden. Am 1. Advent startete der synodale Weg und ist auf zwei Jahre angesetzt.

2. Wer ist beteiligt? 

Der synodale Weg wird von der Deutschen Bischofskonferenz und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken getragen. Teil der Synodalversammlung sind 69 Bischöfe und 69 Vertreter*innen des ZdK, darüber hinaus Vertreter*innen der Priesterräte, der Berufsgruppen der Pastoral- und Gemeindereferent*innen und der Diakone, Vertreter*innen der deutschen Orden, der katholisch-theologischen Fakultäten, der Generalvikare und der neuen geistlichen Gemeinschaften, sowie 15 junge Menschen unter 30 Jahren.

3. Warum ein synodaler Weg statt einer Synode?

Der synodale Weg ist, anders als eine Synode, kein kirchenrechtlich definiertes Format, sondern hat eine eigene Art und bietet somit die Möglichkeit, während des Weges gestaltet zu werden. Eine Genehmigung durch den Heiligen Stuhl ist nicht notwendig.

4. Mit welchen Themen beschäftigt sich der synodale Weg?

In Vorbereitung auf den synodalen Weg haben sich Vorbereitungsforen mit vier kirchlichen Themen beschäftigt und dazu Arbeitspapiere entwickelt. Nach der ersten Synodalversammlung starteten vier inhaltliche Foren, die diese Themen weiter bearbeiten:
– Macht und Gewaltenteilung in der Kirche
– Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft
– Priesterliche Existenz heute
– Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche

5. Welche Struktur legt die Satzung des synodalen Wegs fest?

Die Satzung umfasst die Synodalversammlung als beschlussfassendes Gremium, die beiden Präsident*innen des synodalen Wegs, das Synodalpräsidium, das Sekretariat, die beiden geistlichen Begleiter*innen, das erweiterte Synodalpräsidium und die vier Synodalforen.

6. Wann finden die vier Synodalversammlungen statt?

Insgesamt wird es vier Synodalversammlungen geben. Die erste fand vom 30.01.-01.02.2020 in Frankfurt statt. Die zweite Versammlung wird vom 03.-05.09.2020 stattfinden. Die dritte und vierte finden jeweils am Anfang und Ende 2021 statt.

7. Wer sind die 15 Vertreter*innen der Jugend? Wie ist der BDKJ vertreten?

Der BDKJ Bundesverband hat im Herbst 2019 eine Bewerbung für 15 Plätze junger Menschen unter 30 Jahren ausgeschrieben. Aus den Bewerbungen hat der BDKJ-Hauptausschuss 15 Personen ausgewählt. Mehr zu den Vertreter*innen der findet ihr unter https://www.bdkj.de/themen/synodaler-weg/die-jugend-in-der-synodalversammlung/

8. Wie ist das Bistum Osnabrück beim synodalen Weg vertreten?

Bischof Bode ist Teil des Synodalpräsidiums und leitet darüber hinaus das Forum „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“. Mitglieder der Synodalversammlung sind die Vorsitzende des Katholikenrats Katharina Abeln, Vertreter des Priesterrates Bernhard Stecker, Diakon Ansgar Maul und Weihbischof Johannes Wübbe. Dr. Daniela Engelhard ist Teil des Forums „Frauen in Diensten und Ämtern der Kirche“ und Martina Kreidler- Kos Teil des Forums „Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“.

9. Wie werden Beschlüsse gefasst?

Beschlüsse werden in der Synodalversammlung mit einer Zweidrittelmehrheit der anwesenden Mitglieder und einer Zweidrittelmehrheit der anwesenden Mitglieder der DBK gefasst. Diese Beschlüsse haben keine Rechtswirkung. Die DBK und die Diözesanbischöfe können sich diese Beschlüsse zu Eigen machen.

10. Wie findet darüber hinaus Partizipation statt?

Seit dem 1.12. gibt es eine Homepage zum synodalen Weg. Vor den Synodalversammlungen werden dort Umfragen zu den Themen freigeschaltet. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, Dokumente wie Stellungnahmen etc. hochzuladen und zu veröffentlichen.

 

Links zu weiterführenden Informationen:

Offizielle Homepage des Synodalen Wegs: https://www.synodalerweg.de/

Der Synodale Weg auf der Seite des ZdK: https://www.zdk.de/ueber-uns/unsere-arbeit/synodaler-weg/

Der Synodale Weg im Bistum Osnabrück: https://bistum-osnabrueck.de/auf-dem-synodalen-weg/

Der Synodale Weg auf der Seite der BDKJ-Bundesverbandes: https://www.bdkj.de/themen/synodaler-weg/

Berichtserstattung katholisch.de: https://www.katholisch.de/aktuelles/themenseiten/der-synodale-weg-der-kirche-in-deutschland

 

Materialien, wie das Logo, das Gebet, Fürbitten und Liedvorschläge findet ihr unter: https://www.synodalerweg.de/