Sternsingeraktion 2021

Liebe Sternsingerbegleiter*innen,

In den vergangenen Monaten haben wir durch die Corona-Pandemie eine neue Lebensrealität kennengelernt. Sie ist geprägt von Rücksicht aufeinander und Abstand voneinander, vom Einhalten vieler Regeln und vom Durchhalten, auch wenn Manches schwerfällt. Uns erreichen viele Fragen, ob und wie die Praxis des Sternsingens in den Gemeinden in diesem Jahr aussehen darf. Auch in unserem Bistum schließen wir uns daher dem Motto der Kindemissionswerkes an: Sternsingen – aber sicher!

Auf der Internetseite des Kindermissionswerkes finden Sie zur Orientierung für die Aktion in Ihrer Gemeinde einen Leitfaden sowie ausführliche Informationen zum Sternsingen in Corona-Zeiten:  http://www.sternsinger.de/corona

Die Regeln sind von Bundesland zu Bundesland und von Bistum zu Bistum unterschiedlich und können sich in den kommenden Monaten noch verändern! Jede Gemeinde benötigt ein eigens Hygienekonzept für die Sternsingeraktion. Diese muss die aktuelle Bestimmung des Bundeslandes und der Kommune berücksichtigen. Für das Bistum Osnabrück finden Sie ein aktuelles angepasstes Musterhygienekonzept und aktuelle Informationen auf der Seite des BDKJ-Osnabrücks: http://www.bdkj-osnabrueck.de

Hier finden Sie ein paar konkretere Empfehlungen, die wir aktuell für die Praxis im Bistum Osnabrück vorschlagen:

Zur Vorbereitung der Aktion

– Ein Hygienekonzept für Ihre Sternsingeraktion vor Ort muss erstellt werden. Orientieren Sie sich hierbei an dem Musterhygienekonzept, an den die aktuelle Bestimmung des Bundeslandes und der Kommune und an dem Konzept der genutzten Räumlichkeiten ihrer Gemeinde.

– Verzichten Sie auf große Gruppentreffen; verwenden Sie digitale Tools, laden Sie kleinere Gruppen separat ein oder nutzen Sie Räumlichkeiten in denen 1,5 m Abstand ermöglicht und sich an die allgemein geltenden Hygieneregeln des Landes Niedersachsen/Bremen gehalten werden kann.

– Bei persönlichen Begegnungen erfassen Sie bitte immer die Kontaktdaten der Beteiligten. Wer war wann wo und hat wen getroffen?

– Planen Sie die Laufwege der einzelnen Gruppen im Vorfeld, um Straßen und ggf. Hausnummern klar zuordnen zu können. Es empfiehlt sich ggf. eine vorherige Anmeldung zum Sternsingerbesuch, eine Ankündigung über den Besuch in bestimmten Bezirken, oder ein vereinbartes Zeichen vor der Haustür zu vereinbaren.

– Nutzen Sie möglichst Bezugsgruppen (Geschwister, Schulklassen etc.) in der Zusammenstellung von „Laufgruppen“.

– Bitten Sie schon im Vorfeld in Ihrer Gemeinde um Verständnis dafür, dass die Kinder dieses Mal nicht in die Wohnräume kommen und dass Getränke oder selbst zubereitetes Essen (Kuchen, Kekse, Brötchen etc.) in diesem Jahr ebenso nicht möglich sind wie unverpackte Süßigkeiten.

– Bitte planen Sie auf jeden Fall einen Besuch der Sternsinger bei den Senioren- und Pflegeheimen und Krankenhäusern auf dem Gebiet Ihrer Pfarrgemeinde ein. Sprechen Sie den Ablauf des Besuches unbedingt mit den Einrichtungen ab! Es gilt das Hygienekonzept der jeweiligen Einrichtungen.

Zur praktischen Umsetzung der Aktion

– Für die Bekleidung, Versorgung und sonstige Organisation, legen Sie Zeitfenster und Gruppengrößen fest und  teilen sie die Kinder nach „Laufgruppen“ ein. Alle Helfenden waschen und desinfizieren sich zwischen den Gruppen die Hände, lüften die Räume, desinfizieren Klinken und Oberflächen und tragen beim Kontakt mit den Kindern Mund-Nasen-Schutz.

– Für Aussendungsgottesdienste gelten die gleichen Regeln wie für alle Gottesdienste in Ihrer Gemeinde.

– Die Verpflegung sollte möglichst dezentral in den „Laufgruppen“ oder maximal für 10 Personen gleichzeitig organisiert werden.

Sternsinger unterwegs

– Wir empfehlen, dass älteren Jugendlichen, junge Erwachsene oder Eltern als Begleitende mit den Kindern mitgehen. Das gibt Sicherheit und hilft allen, die geltenden Corona- Regeln einzuhalten.

– Jedes Kind soll mindestens einen Mund-Nasen-Schutz dabeihaben. Diese müssen bei den Besuchen getragen werden.

– Den Gruppen muss Händedesinfektion zur Verfügung gestellt werden. Die Sternsinger*innen sollten sich unterwegs regelmäßig die Hände desinfizieren.

– Häuser oder Wohnungen werden nicht betreten.

– Zu jeder Person außerhalb der Gruppe muss ein Abstand von 1,5m eingehalten werden!

– Wir empfehlen zur Vermittlung von Sicherheit und Respekt vor der Pandemie in der Öffentlichkeit, möglichst Abstand zueinander zu halten – „Eine Sternlänge Abstand!“

– Singen ist nur im Freien erlaubt und sollte möglichst leise geschehen, da sonst viele Aerosole produziert werden. Wir empfehlen in diesem Jahr Segenssprüche zu nutzen.

– Die Spendenübergabe ist möglichst kontaktlos umzusetzen. Hierzu eignen sich klare Regeln.

– Die Haussegnung soll auf Abstand erfolgen. Es eignen sich beispielsweise die Aufkleber mit dem Segensspruch.

 

Empfehlung sich vom Blackfacing zu distanzieren

Im Jahr 2020 ist uns zudem noch einmal mehr bewusst geworden, dass Menschen mit unterschiedlichen Hautfarben vielerorts immer noch Rassismus ausgesetzt sind. Wir empfehlen daher Kinder nicht mehr das Gesicht dunkel anzumalen, wenn sie als Sternsinger*innen Spenden sammeln. Diese Tradition kann ohne eine tiefere Auseinandersetzung mit der Person Baltasar auf andere Menschen verletzend wirken.