1. Was ist der synodale Weg?
Der synodale Weg folgt als Konsequenz aus der MHG Studie und hat zum Ziel, die kirchlichen Strukturen in Deutschland weiterzuentwickeln. Mit dem synodalen Weg macht sich die katholische Kirche in Deutschland auf einen Weg der Erneuerung, auf dem zentrale Themen- und Handlungsfelder geklärt werden. Am 1.Advent startet der synodale Weg und ist auf zwei Jahre angesetzt.

2. Wer ist beteiligt?
Der synodale Weg wird von der Deutschen Bischofskonferenz und dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken getragen.

3. Warum ein synodaler Weg statt einer Synode?
Der synodale Weg ist, anders als eine Synode, kein kirchenrechtlich definiertes Format, sondern hat eine eigene Art und bietet somit die Möglichkeit, während des Weges gestaltet zu werden. Eine Genehmigung durch den Heiligen Stuhl ist nicht notwendig.

4. Mit welchen Themen beschäftigt sich der synodale Weg?
In Vorbereitung auf den synodalen Weg haben sich Vorbereitungsforen mit vier kirchlichen Themen beschäftigt und dazu Arbeitspapiere entwickelt. Ab dem 1. Advent starten vier inhaltliche Foren, die diese Themen weiter bearbeiten:
Macht und Gewaltenteilung in der Kirche
Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft
Priesterliche Existenz heute
Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche

5. Welche Struktur legt die Satzung des synodalen Wegs fest?
Die Satzung umfasst die Synodalversammlung als beschlussfassendes Gremium, die beiden Präsident*innen des synodalen Wegs, das Synodalpräsidium, das Sekretariat, die beiden geistlichen Begleiter*innen, das erweiterte Synodalpräsidium und die vier Synodalforen.

6. Wie ist die Besetzung der Synodalversammlung?
Teil der Synodalversammlung sind 69 Bischöfe und 69 Vertreter*innen des ZdK, darüber hinaus Vertreter*innen der Priesterräte, der Berufsgruppen der Pastoral- und Gemeindereferent*innen und der Diakone, Vertreter*innen der deutschen Orden, der katholisch-theologischen Fakultäten, der Generalvikare und der neuen geistlichen Gemeinschaften, sowie 15 junge Menschen unter 30 Jahren.

7. Wer sind die 15 Vertreter*innen der Jugend? Wie ist der BDKJ vertreten?
Der BDKJ Bundesverband entscheidet über die Besetzung der 15 Plätze junger Menschen unter 30 Jahren. Bewerbungen für diese Plätze sind bis Anfang Dezember unter https://www.bdkj.de/themen/synodaler-weg/bewerbung/ möglich. 10 Plätze werden dabei an Frauen und 5 Plätze an Männer vergeben.

8. Wie ist das Bistum Osnabrück beim synodalen Weg vertreten?
Bischof Bode leitet das Forum „Frauen in Diensten und Ämtern in der Kirche“ und ist Mitglied des Forums „Leben in gelingenden Beziehungen – Liebe leben in Sexualität und Partnerschaft“. Dr. Daniela Engelhard ist Teil des vorbereitenden Forums „Zugang von Frauen zu Ämtern und Diensten“ und Martina Kreidler- Kos Teil des vorbereitenden Forums „Sexualmoral“. Aus dem Katholikenrat wird die Vorsitzende Katharina Abeln und aus dem Priesterrat Bernhard Stecker in die Synodalversammlung entsendet.

9. Wie werden Beschlüsse gefasst?
Beschlüsse werden in der Synodalversammlung mit einer Zweidrittelmehrheit der anwesenden Mitglieder und einer Zweidrittelmehrheit der anwesenden Mitglieder der DBK gefasst. Diese Beschlüsse haben keine Rechtswirkung. Die DBK und die Diözesanbischöfe können sich diese Beschlüsse zu Eigen machen.

10. Wie findet darüber hinaus Partizipation statt?
Ab dem 1.12. wird eine Homepage zum synodalen Weg freigeschaltet. Dort kann jede*r an einer Umfrage zu den Themen des synodalen Wegs teilnehmen. Darüber hinaus gibt es die Möglichkeit, Dokumente wie Stellungnahmen etc. hochzuladen und zu veröffentlichen.

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Über den Autorn

Pia Focke