Gerade sitze ich zurück im Zug vom Alumni-Treffen der Fortbildung Medienpädagogische Praxis der Clearingstelle Medienkompetenz der Deutschen Bischofskonferenz. (Für alle Kolleg*innen mit Interesse an Digitalem: Bewerben! Mitmachen! Anmelden!)
Wer wissen will, ob die Rahmenbedingungen der Fortbildung nett waren: Bitte einmal bei Instagram vorbeischauen. (Spoiler: Selten war ich so wenig hungrig.)
Wer wissen will, was man da so inhaltlich macht, darf weiterlesen.
Es gab nämlich einiges mitzunehmen dort: Prof. Dr. Doris Aschenbrenner hat zum Auftakt einmal klar gemacht, was genau eigentlich diese vielbeschworene KI ist und ob wir uns wirklich sehr davor fürchten müssen. (Funfact: Das I im englischen AI / Artificial Intelligence darf man ins Deutsche nicht direkt mit Intelligenz, sondern mit Datenverarbeitung übersetzen.) Das, was wir auf der Kinoleinwand sehen, wenn sich KI selbständig macht, wird wohl noch sehr sehr lange Zeit reine Science Fiction bleiben. Dennoch wird sich viel verändern, werden Maschinen viel Arbeit abnehmen und werden Menschen sich auf ihre ureigenen Fähigkeiten berufen müssen (Empathie, Emotion, Kreativität und co. kann die Maschine halt einfach nicht.) Ich frage mich dabei allerdings: Wie schaffen wir es, dass Algorithmen so aufgebaut sind, dass sie moralisch und fair bleiben. Es gibt viel zu tun…
Im heutigen Barcamp kamen viele gute Ideen zusammen. Hauptfrage: Wer kennt den heißesten, neuesten Sch…, mit dem man Bildung betreiben, in Teams zusammenarbeiten, Lernen,… nutzen kann? Kleiner Tipp: Die Mindmap von Prof. Andreas Büsch ist da ganz weit vorn dabei:
Außerdem sind wir mal der Frage nachgegangen, ob Social Media eigentlich nur für Fotos von Essen, Katzen, Strandfotos und Werbung gedacht ist, oder ob man damit auch Bildung betreiben kann. (Nächster Spoiler. Man kann! Werdet ihr schon noch sehen!)
Zum Abschluss konnten wir durch den Vortrag von Dr. Anne Grebe über das Bundesprojekt “Gut aufwachsen mit Medien” einen Einblick bekommen, wie Jugendmedienschutz und Medienerziehung im Post-VHS-Kassetten-Zeitalter aussehen kann und sollte. Und: Wenn das niemand einfordert, passiert auch nichts. Es braucht Lobbyarbeit für das Gute!
Fazit der Veranstaltung? Medien sind überall, sie sind Werkzeuge und es ist gerade so einiges in Bewegung! Lasst uns mitmischen, wir brauchen die Stimme von jungen Menschen, von Demokrat*innen und von Christ*innen in der Debatte. Ich hab (nach diesem Wochenende nochmal mehr) riesig Bock drauf!
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Über den Autorn

Dr. Fabian Sandkühler

Dr. Fabian Sandkühler ist Mitarbeiter in der Diözesanstelle des BDKJ Osnabrück. Weitere Informationen zu Fabian Sandkühler finden sich hier. Seine Beiträge können hier aufgerufen werden.