Der synodale Weg wurde von den deutschen Bischöfen auf ihrer Vollversammlung im März 2019 beschlossen. Eine strukturierte Debatte mit dem ZdK und den deutschen Bischöfen sollte angestoßen werden. Einen erheblichen Anstoß, einen solchen Prozess zu starten, gab die 2018 veröffentliche MHG-Studie, die aufzeigte, dass die sexualisierte Gewalt durch Geistliche in der Kirche System hatte und systemisch begünstigt wurde. Das Ziel des synodalen Weges ist, die kirchlichen Strukturen in Deutschland weiterzuentwickeln um als Organisation ihrem Zweck gerecht zu werden: der Verkündigung des Wortes Gottes.
Aktuell wird der synodale Weg vorbereitet. Dazu wurden insgesamt vier Foren einberufen, die sich mit folgenden Themen auseinandergesetzt haben und Fragen identifiziert haben:
1. Macht, Partizipation und Gewaltenteilung
2. Sexualmoral
3. Priesterliche Lebensformen
4. Zugang von Frauen zu Ämtern und Diensten

Im Rahmen des synodalen Weges vertritt der BDKJ die Anliegen von Kindern und Jugendlichen. Der BDKJ-Bundesvorsitzende Thomas Andonie ist für das ZdK als Mitglied in die Gemeinsame Konferenz gewählt und auch in der Erweiterten Gemeinsamen Konferenz vertreten. Darüber hinaus haben BDKJ- Bundesvorsitzende Lisi Maier und Thomas Andonie die Anliegen junger Menschen sowie die Ergebnisse der Sinus-Milieu-Studie zu Liebe, Sexualität und Partnerschaft in das Forum „Sexualmoral“ eingebracht.

“Es war eine gute Entscheidung von DBK und ZdK, gemeinsam einen synodalen Weg zu beginnen. Er kann ein Erfolg werden, wenn alle Themen, die das Volk Gottes bewegt, offen diskutiert werden. Verbindliche Entscheidungen müssen getroffen werden unter Beteiligung von Verbänden, Organisationen und Diözesanräten. Darüber hinaus müssen alle Gläubigen und Interessierten die Möglichkeit erhalten, sich zu beteiligen.
Als Dachverband der katholischen Jugendverbände werden wir diesen Weg konsequent einfordern. Mit fünf Punkten, die uns besonders wichtig sind, möchten wir in den synodalen Weg starten.” (aus dem Beschluss des BDKJ-Bundesvorstands)

Die gesamte Forderung kann hier nachgelesen werden: https://buff.ly/2MUQ4c9

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Über den Autorn

Pia Focke