Ein Gastbeitrag von Felix Elbers (26) und Lukas Klein-Wiele (26). Die beiden waren sowohl als Kinder, als auch als Leiter und nun im zweiten Jahr als Küchenteam in verschiedenen Ferienlagern. Ihre Wurzeln der Jugendverbandsarbeit liegen in der Katholischen jungen Gemeinde im Diözesanverband Münster.

Die besten Partys enden immer in der Küche…

…und so manche Ferienlagerkarriere auch!

Auf dem Weg vom Lagerkind über das Gruppenleiter*innen-Dasein bis hin zur Küchencrew ändert sich nicht nur das Alter, sondern es verändern sich auch Perspektiven. Mittlerweile können wir sagen, dass uns Ferienlager nachhaltig geprägt haben und nun ist es an der Zeit auch das Ferienlager etwas nachhaltiger zu prägen.

Die Küche ist ein guter Ort um damit anzufangen. Der folgende Blogeintrag ist vielleicht nicht „flippig“ oder „ausgefallen“ gestaltet, bietet aber Anregungen für einen leshcewvitkepsreP in der Lagerküche.

Ein aktueller Nachhaltigkeits-Klassiker ist die Reduzierung von Plastikmüll. Viel Plastikmüll entsteht durch Verpackungen verschiedener Art: Flaschen, Tüten, Folien oder andere Behälter aus Plastik, die nach einer Verwendung zum Wegwerfen gedacht sind, füllen jeden Tag im Ferienlager mehrere Müllbeutel.
Kommen wir zu unseren Erfahrungen mit Plastikflaschen: Knapp 500 1,5l PET-Einwegflaschen haben wir in diesem Jahr verbraucht. Eine Alternative mit Mehrwegflaschen wäre finanziell leider nicht möglich gewesen – es hätte ca. 3x so viel gekostet. Dennoch haben wir über weitere Alternativen nachgedacht:
– Wassermaschinen, die Leitungswasser mit Kohlensäure versetzen (entweder eine große oder mehrere kleine)
– Muss es Wasser mit Kohlensäure geben?
– Alternativgetränke wie z.B. “Turntee” (Früchtetee mit Apfel oder Kirschsaft im Verhältnis 3:1) aus einem Getränkespender
Den Turntee konnten wir umsetzen. Ein größerer Getränkespender hätte das Potenzial noch steigern können. Wassermaschinen lohnen sich erst nach ein paar Jahren, sodass diese Entscheidung gut überlegt sein und perspektivisch auch von nachfolgenden Küchen- und Leitungsteams getragen werden muss. Letztere Gruppe müsste auch den Umstieg auf Leitungswasser von Grund auf mit tragen.

Ein weiterer Aspekt ist die Verpackung von Aufschnitt, wie Käse und Wurst. Hierbei gilt, wie für andere Verpackungen ebenfalls, die Faustformel „je größer die Packung, desto weniger Verpackung“. Unsere konkrete Umsetzung sieht folgendermaßen aus:
„Nur am Stück ist wahres Glück!“
Wir kaufen direkt an der Frische-Theke nach Bestellung Fleischwurst, Salami und Käse am Stück. Es gibt wunderbare 3kg Gouda Blöcke, die in der Regel bei vielen Supermärkten zu bestellen sind.
Der Aufschnitt wird jeden Tag frisch mit Schneidemaschinen aufgeschnitten und für das Frühstück und Abendbrot auf Platten verteilt. Doch damit nicht genug: der Käse kann super auch durch eine Küchenmaschine gejagt werden und schon hat man wunderbaren Streukäse. Schinkenwurst eignet sich in dickeren Scheiben auch ideal zum anbraten, das gleiche gilt auch für den Käse, der paniert als Käseschnitzel ebenfalls eine Delikatesse ist.
Damit alles nach dem frischen Schneiden auch genießbar bleibt, sind Frischhalteboxen eine gute Möglichkeit. Frischhalte- und Aluminiumfolie lassen sich bei uns bisher nicht ganz vermeiden, aber durch eine große Auswahl an Boxen, Pfötchen und Gläsern auf ein für uns akzeptables Maß reduzieren. Eine Überlegung um die Folien komplett aus der Küche zu verbannen: Bienenwachstücher anschaffen, die gerade wiederentdeckt werden.

Bereits beim Wasser haben wir eine Herausforderung herausgestellt: Die Kostenfrage. Es sind neben dem Willen und etwas Nachdenken auch einige Anschaffungen notwendig oder man leiht sich die Utensilien zusammen. Eine Küchenmaschine, eine Schneidemaschine oder Frischhalteboxen lassen sich bestimmt in ausreichender Menge leihen oder sind teilweise auch in manchen Küchen vorhanden. Dennoch bleiben Bereiche, die mit Mehrkosten verbunden sind (z.B. Wasser). Um dort weiterzudenken könnte man an anderen Stellschrauben drehen wie z.B. vegetarische Hauptgerichte, die meist günstiger sind, als Gerichte mit Fleisch- aber das Thema wäre einen weiteren Blogeintrag wert.

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Über den Autorn

Pia Focke