Gerade vor der Europawahl merken wir wieder einmal, dass Wahlkämpfe und politische Debatten mehr denn je im Internet entschieden werden. Wer sich schon mal in den Kommentarspalten der großen Plattformen umgeschaut hat, merkt schnell, dass es dabei ein großes Problem gibt: Hatespeech. Das ist Hassrede, die sich gezielt gegen eine bestimmte Gruppe richtet und sie diskriminiert.

Gut, dass es das Bundestrollamt für gegen digitalen Hass gibt:

Laut und freundlich ist gut. Aber was können wir tun? Wie können wir gegen Hatespeech vorgehen? Neben ganz viel Bildung und Aufklärung in allen möglichen Kontexten gibt es ein paar schnelle, einfache Sofortmaßnahmen:

  1. Melden! Es funktioniert! Die großen Plattformen werden immer stärker sensibilisiert und reagieren schneller als früher, wenn Hasskommentare gemeldet werden. Wie das geht, steht hier: https://www.neuemedienmacher.de/helpdesk/#131
  2. Oder ihr gebt bei strafrechtlich relevanten Inhalten eine Beschwerde ab, die dann geprüft und ggf. verfolgt wird: https://www.internet-beschwerdestelle.de/de/beschwerde.html
  3. Weil das aber manchmal etwas dauert, könnt ihr, wenn ihr es euch zutraut und Zeit habt, dem Hass mit einem eigenen Kommentar entgegentreten. Counterspeech heißt das. Wie das am besten funktioniert, dazu gibt es hier ein paar Tipps: https://www.neuemedienmacher.de/helpdesk/#39
  4. Und wer nicht gern schreibt, kann den Hass auch mit einem Meme bloßstellen. Vorlagen dazu gibt’s hier: https://no-hate-speech.de/de/kontern/fuer-gegen-alle-hate-speech/

Also: Hass ist keine Meinung. Nicht mal im Internetz.

 

 

 

 

 

 

Teilen

Über den Autorn

Dr. Fabian Sandkühler

Dr. Fabian Sandkühler ist Mitarbeiter in der Diözesanstelle des BDKJ Osnabrück. Weitere Informationen zu Fabian Sandkühler finden sich hier. Seine Beiträge können hier aufgerufen werden.