Diesen Dienstag war ein besonders aufregender Tag für mich. Es fand die konstituierende Sitzung der Niedersächsischen Kinder- und Jugendkommission für die 18. Legislaturperiode der niedersächsischen Regierung statt. Für die Kinder- und Jugendkommission werden vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung verschiedene Fachexperten berufen, um die Politik für ein kindergerechteres Niedersachsen zu beraten. Das Land Niedersachsen hat sich 2016 dazu entschieden, eine Kinderkommission zu gründen. Kinderkommissionen sind sehr selten, es gibt bisher nur noch eine für die Bundesregierung und dem Bundesland Bayern. Nach der ersten Legislaturperiode in Niedersachsen wurde beschlossen die Zielgruppe auf Jugendliche zu erweitern, um die Rechte für alle jungen Menschen im Land zu stärken.

Schon vor Monaten erhielt ich die Info, dass sich der Landesjugendring Niedersachsen freuen würde mich als eine solche Fachexpertin vorzuschlagen. Als ich allerdings ein offizielles Einladungsschreiben zu der konstituierenden Sitzung erhielt, konnte ich es trotzdem kaum glauben. Es ist mir wirklich eine Ehre mit so unterschiedlichen und starken Persönlichkeiten zusammen zu arbeiten und den jugendpolitischen Sprechern zur Seite zu stehen. Durch den Themenschwerpunkt „Soziale Gerechtigkeit“ gehört es zu meiner Aufgabe mich in der katholischen Jugend(verbands)arbeit für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen, Chancengerechtigkeit im Bildungswesen sowie die Förderung gesellschaftlicher Teilhabe junger Menschen einzusetzen. Durch einen Platz in der Kinder- und Jugendkommission erweitert sich meine Anwaltschaft auf alle jungen Menschen in Niedersachsen.

Zu unseren Kernthemen gehören ein konsequentes Eintreten für die Umsetzung der UN-Kinderrechtskonvention in Niedersachsen und der Verankerung der Kinder- und Jugendbeteiligung in den niedersächsischen Kommunen. Besonders die Beteiligung in den Kommunen wurde schon in der vergangenen Legislaturperiode vorangetrieben. Es besteht aber immer noch ein großer Handlungsbedarf bei der Beteiligung in den Schulen sowie der personellen und finanziellen Unterstützung der Kommunen.

Mich persönlich stört, dass in Deutschland Kinderrechte noch immer nicht im Grundgesetz aufgenommen wurden. Auch die hohe Zahl der Kinderarmut bei uns besorgt mich. Ich bin daher fest entschlossen mich für die Interessen der Kinder und Jugendlichen einzusetzen. Um ein möglichst vielfältiges Interessensfeld zu vertreten, bin ich allerdings auf eure Mithilfe angewiesen! Kommt mit mir ins Gespräch, sagt mir was euch stört, oder was ihr gerne verändern wollt!

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Über den Autorn

Vera Seeck

Vera Seeck ist Mitarbeiterin in der Diözesanstelle des BDKJ Osnabrück. Weitere Informationen zu Vera Seeck finden sich hier. Ihre Beiträge können hier aufgerufen werden.