Flucht

Zurzeit sind sehr viele Menschen auf der Flucht.  Man hört darüber täglich etwas in den Nachrichten. Menschen fliehen nicht ohne Grund. Sie haben Angst in ihrem Land zu bleiben. Die Angst, dass ihnen in ihrem Land etwas Schlimmes passiert, ist viel größer als die Angst vor der Flucht und den Gefahren, denen sie sich aussetzen. Bei uns angekommen gestaltet sich der Neuanfang durch Strukturelle Hürden und Probleme in der Verständigung nicht gerade einfach für die Menschen.
Der BDKJ-Diözesanverband Osnabrück gründete daher einen Arbeitskreis Flucht, der gemeinsam mit einigen Netzwerkpartnern, unsere Jugendverbandsarbeit für geflüchtete Menschen öffnen will. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Sensibilisierung junger Menschen auf die aktuelle Flüchtlingsthematik, hierzu gibt der BDKJ durch einen regelmäßigen Newsletter und praktischen Arbeitshilfen Informationsmaterial für die Jugendverbände und weitere Interessierte heraus.

Regelmäßig informieren wir als BDKJ Diözesanverband mit einem Newsletter „AG Flucht“ alle Interessierten über die aktuellen Entwicklungen in der Flüchtlingshilfe im Bistum. Es werden Veranstaltungen und Termine über den Newsletter beworben und auch interessante Materialien und Internetadressen zur Thematik vorgestellt.

Du hast Interesse den „AG-Flucht“ Newsletter zu erhalten? Dann melde dich unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Da der Newsletter schon einige Male erschienen ist, listen wir hier bereits vorgestellte Informationen auf, die dir einen groben Überblick zur Flüchtlingshilfe geben können:

Wie und wo wird im Bistum Osnabrück geholfen?

Das Engagement in der Flüchtlingshilfe ist vielfältig. Auf der Seite des Caritas Verbandes befindet sich eine Übersicht zu den unterschiedlichen Bereichen, in denen kirchliche Träger und Institutionen im Bistum Osnabrück aktiv sind.
http://www.caritas-os.de/themen/migration-und-integration/fluechtlingshilfe/wie-wir-helfen/aktivitaeten-der-caritas-in-der-fluechtlingshilfe

Fördermöglichkeiten um eigene Projekte in der Flüchtlingshilfe zu finanzieren:

Unser Bischof Franz-Josef Bode hat zur Unterstützung der Flüchtlingsarbeit im Bistum Osnabrück einen Hilfsfonds gegründet. Dieses Geld soll Kirchengemeinden, Gruppen, Verbände und Initiativen die Möglichkeit geben verschiedene Sachaufwendungen finanzieren: Bücher für Sprachunterricht, Renovierungsarbeiten für Unterkünfte, Freizeitaktivitäten für Flüchtlingskinder sowie Fortbildungen für Ehrenamtliche. Wer Geld aus dem Hilfsfonds beantragen möchte, muss eine kurzen Beschreibung des Vorhabens sowie einen Kosten- und Finanzierungsplan beim Bischöflichen Stuhl vorlegen. Die Höhe der Förderung ist auf maximal 3.000 Euro pro Projekt begrenzt. http://www.bistum.net/one.news/index.html?entry=page.artikel.abt.04.141

Projekte und Aktionen zum Thema Flucht und Asyl können mit dem Förderprogramm „Generation³“ des Landesjugendring Niedersachsens finanziert werden. Es ist monatlich möglich für Projektideen eine Fördersumme von bis zu 2.500€ zu beantragen. Der Antrag ist in einem relativ einfachen Onlineverfahren zu stellen und telefonisch steht das Team vom ljr euch gerne beratend zur Seite. Auch größere „Model Projekte“ können gestellt werden. Weitere Infos findet ihr auf http://www.generationhochdrei.de/

Die CKD (Caritaskonferenzen) bietet bundesweite Förderungsmöglichkeiten zur Herangehensweise und Durchführung von Projekten zur ehrenamtlichen Betreuung von Flüchtlingen an. Hierzu versendeten die CKD-Diözesanstellen auf Anfrage ein einfaches Formblatt zur Kurz-Beschreibung von Projekten vor Ort mit der Bitte, ausgefüllt wieder zurückzumailen. Die geförderten Projekte werden dokumentiert und stehen genauso wie weitere Materialien zur ehrenamtlichen Begleitung von Flüchtlingen zum Download auf der Homepage zur Verfügung. http://www.ckd-netzwerk.de/praxis/fluechtlinge/fluechtlinge

Bei Aktion Mensch gibt es die Möglichkeit bestehende Programme für die Gruppe von Flüchtlingen durch finanzielle Mittel zu öffnen. Die Aktion Mensch hat drei Themenfelder beschrieben: Begegnung ermöglichen, Ehrenamtliches Engagement fördern, Unterstützung von Menschen mit Trauma Erfahrung und Unterstützung von unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen. Weitere Informationen zu den Themenfeldern und Förderbereichen finden ihr auf der Homepage der Aktion Mensch: https://www.aktion-mensch.de/projekte-engagieren-und-foerdern/foerderung/foerderprogramme/menschen-in-besonderen-sozialen-schwierigkeiten/fluechtlinge-asylsuchende.html

Homepages von Projekten, auf denen man sich für Flüchtlinge einsetzen kann:

Exil e.V. Durch das große Angebot an Beratung und Begleitung von Flüchtlingen, Öffentlichkeits-, Kultur-, Bildungs- und Projektarbeit, hat der Verein im Osnabrücker Raum ein weitläufiges Netzwerk erschaffen, welches durch aktive Mitarbeiten oder passive Mitgliedschaften profitiert. www.exilverein.de  oder https://www.facebook.com/Exilverein

Flüchtlingshilfe Rosenplatz: Im Stadtteilbüro des Rosenplatzquartiers gründete sich 2013 der Arbeitskreis „Flüchtlingshilfe Rosenplatz“. Es entstand ein breit aufgestelltes Hilfsnetzwerk im Rosenplatzquartier, das nicht nur ganz praktische Hilfe durch Kleiderkammer, Fahrradwerkstatt oder Sprachkurse leistet, sondern auch für die Rechte der Geflüchteten eintritt. http://www.fluechtlingshilfe-rosenplatz.de/

No Lager Osnabrück: Engagiert sich gegen Abschiebungen aus Osnabrück. Über einen SMS-Verteiler/Telefonkette organisieren sie Abschiebeverhinderungen in Osnabrück. Wer sich am Protest beteiligen und über weitere Abschiebungen informiert werden will, kann sich auf der Homepage für den SMS Verteiler registrieren. http://nolageros.blogsport.eu/  oder https://www.facebook.com/pages/No-Lager-Osnabrück/679988105444275

Engagementbörse und friend family der Caritas: Bei der Engagementbörse des Caritasverbandes können Projekte eingestellt werden. Hier werden kleine und große Möglichkeiten beworben sich ehrenamtlich zu Engagieren. Auch eigene Projekte können eingestellt werden, um weitere Unterstützung zu gewinnen. www.caritas-os.de/engagement

http://www.caritas-os.de/friend-family Bei friend family wird der Kontakt zwischen internationalen Studierenden und Osnabrücker Familien hergestellt. Was die Studierenden und die Familien zusammen unternehmen, entscheiden sie ganz individuell. Bewerbungsbogen und Infos sind auf der Seite zu finden.

http://www.proasyl.de/de/ueber-uns/foerderverein/mitmachen/ Auf der Homepage von Pro Asyl findet ihr viele Infomaterialien zu aktuellen Fluchtsituation. Ebenfalls findet ihr auf ihrer Seite eine sehr umfangreiche Übersichtskarte für Ehrenamtliches Engagement, lokale Projekte und Initiativen.

http://www.Workeer.de Ist eine im Rahmen einer Bachelorarbeit gegründete Jobbörse für Geflüchtete und Arbeitgeber. Schon nach kurzer Zeit haben sich auf dieser Plattform über 500 Bewerber und 400 Arbeitgeber angemeldet. Ziel hierbei ist es Geflüchteten eine berufliche Perspektive zu schaffen, die ihrer beruflichen Ausbildung im Heimatland gerecht wird.

http://www.fluechtlinge-willkommen.de Flüchtlinge Willkommen ist ein Projekt des Mensch Mensch Mensch e.V. Sie vermitteln Flüchtlinge an Wohngemeinschaften, die ein Zimmer zur Zwischenmiete vergeben können. Wenn in eurem Umfeld demnächst ein freies Zimmer zur Zwischenmiete zu vergeben ist, weist doch einfach auf das Projekt hin.

http://wie-kann-ich-helfen.info/ Ist eine Internetseite die Hilfsprojekte aus ganz Deutschland bewirbt. Es werden Spenden gesammelt die für Unterkünfte und Sprachunterricht eingesetzt werden.

http://www.fluechtlingsrat.de/ Die Landesflüchtlingsräte sind unabhängige Vertretungen der in den Bundesländern engagierten Flüchtlingsselbstorganisationen, Unterstützungsgruppen und Solidaritätsinitiativen. Gerade der Flüchtlingsrat Niedersachsen hat einige Arbeitshilfen veröffentlicht, die sehr gut Informieren.

Freifunk setzt sich derzeit bundesweit für einen kostenlosen Internetzugang für Flüchtlinge ein. Eine Gruppe gibt es auch in Osnabrück. http://freifunk.net/wie-mache-ich-mit/community-finden/  oder http://osnabrueck.freifunk.net

APPs Für die Flüchtlingshilfe:

Bei der App „helphelp2“ wird speziell die Sachspenden Hilfe koordiniert. Kleiderkammern können konkrete Bedarfe auf einer auf „Googlemaps“ basierenden Karte online stellen. https://www.facebook.com/helphelp2/timeline

Argumentationstraining gegen Vorurteile:

Pro Asyl hat schon 2014 eine Broschüre mit dem Titel "pro menschenrechte.contra vorurteile." herausgegeben. Sie bietet eine Menge Fakten und Argumente zur Debatte über Flüchtlinge in Deutschland und Europa und kann kostenfrei bestellt werden.
Die PDF-Datei findet ihr unter: http://www.proasyl.de/fileadmin/fm-dam/q_PUBLIKATIONEN/2014/Broschuere_Pro_MR_Contra_Rassismus_Web.pdf%20http://www.aktiv-gegen-diskriminierung.info/argumentationshilfen

Auch die Bundeszentrale für politische Bildung hat auf ihrer Homepage einige Fakten aufgelistet, die in alphabetischer Reihenfolge zu vielen Vorurteil-Schlagwörtern zu finden sind. http://www.bpb.de/politik/extremismus/antisemitismus/37986/argumente-gegen-rechte-vorurteile

Die Jugendbewegung der Gewerkschaft ver.di spricht sich schon seit einiger Zeit gegen jegliche Diskriminierungsformen aus. Auf ihrer Seite "aktiv gegen Diskriminierung" findet man neben jeder Menge Informationen und Aktionsideen auch eine gute Argumentationshilfe gegen Fremdenfeindlichkeit.
http://www.aktiv-gegen-diskriminierung.info/argumentationshilfen

Kostenfreies Unterrichtsmaterial, Methoden und Wörterbücher zum Verständigen:

Für den Deutschunterricht und die Verständigung

Deutsche Welle: Audiokurse zum Selbstlernen u.v.m. www.dw.com/deutschlernen

Schubert-Verlag: Online-Aufgaben und Übungen zum Selbstlernen http://www.schubert-verlag.de/aufgaben/index.htm

Welcomegrooves: Audiokurs zum Selbstlernen. Anleitung in zahlreichen Muttersprachen. http://www.welcomegrooves.de/

Für ein einfaches Nachschlagen von ganzen Sätzen empfiehlt sich das Refugees-Phrasebook, als Opendoc, mit den wichtigsten Sätzen in verschiedenen Sprachen. http://www.refugeephrasebook.de/

Hueber Verlag: Zehn Praxistipps für einen erwachsenengerechten Unterricht mit Flüchtlingen und Asylsuchenden http://hueber.de/media/36/Hueber_Erste_Hilfe_Deutsch_10_Praxistipps.pdf

Irmgard Graf-Gutfreund: Zahlreiche Vorlagen und Arbeitsmaterialien auch für Alphabetisierung http://www.graf-gutfreund.at/

Internet Second Language Collective: Zahlreiche Arbeitsblätter und Unterrichtsmaterialien für Deutsch als Fremdsprache https://de.islcollective.com/

Lingo4you: Unterrichtsmaterialien für Deutsch als Fremdsprache www.lingolia.com

Thannhauser Modell: Methoden, Kopiervorlagen u.v.m. http://www.deutschkurs-asylbewerber.de/tipps-und-downloads/

Extra für Kinder

WDR/SWR: Schulfernsehen. „Deutsch lernen mit Socke“ und „Deutsch lernen mit Mumbro“ http://www.planet-schule.de/    http://www.planet-schule.de/wissenspool/deutsch-lernen-mit-mumbro-zinell/inhalt.html

Die Sendung mit der Maus steht ab sofort in mehreren Sprachen für Flüchtlingsfamilien zur Verfügung. Den Anfang machen erste Beiträge in Arabisch, Kurdisch und Dari, die bereits unter http://www.wdrmaus.de/sachgeschichten/maus-international/ als Stream zu sehen sind.

Bildwörterbücher, Wörterbücher

Flüchtlingshilfe München: Willkommen! Die Deutsche Sprache – erste Schritte. First steps in German. Welcome! http://fluechtlingshilfe-muenchen.de/wp-content/uploads/2015/08/Fluechtlingshilfe_Deutschheft.pdf

Veritas: Bildwörterbücher deutsch-englisch- arabisch, deutsch-englisch-kurdisch, deutsch-englisch-farsi sowie weitere Materialien http://www.veritas.at/vproduct/online_material/view/chapter/1023707100/#chapter-1023707100

Der REISE KNOW-HOW Verlag stellt derzeit seine Wörterbücher und mp3-Downloads auf verschiedenen Sprachen gratis zu Verfügung. Sie haben ein breites Angebot über Syrisch-Arabisch, Romani, Dari und mehr. Besonders spannend sind auch die kostenfreien mp3 Sprachbücher. Über das Hören und https://www.reise-know-how.de/verlag/reise-know-how-verlag-hilft-helfern-kommunikation-fluechtlingen-44346  Zugangsdaten für die Downloads anfordern: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Langenscheidt ermöglicht derzeit Asylbewerbern und Helfern den kostenlosen Zugang zum Online-Wörterbuch „Arabisch“. https://woerterbuch.langenscheidt.de  ,dann rechts oben auf ‚Anmelden‘ klicken Username: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Passwort: 123456

Auf der Seite Tobiidynavox findet ihr verschiedene PDF-Tabellen, die die Kommunikation mit geflüchteten Menschen vereinfachen sollen. In verschiedenen Sprachen, unterlegt mit Bildern, werden hierbei die für den Erstkontakt wichtigsten Begriffe aufgelistet. http://www.tobiidynavox.com/refugee-communication-boards/

Filme:

Der Dokumentarfilm "Willkommen auf Deutsch"(2014) befasst sich mit dem realen Prozess, wie in einem Dorf im Landkreis Harburg, plötzlich traumatisierte Flüchtlinge in ein leerstehendes Altenheim untergebracht werden.

„Die Piroge“ von Moussa Touré (2012): Dreißig Afrikaner Senegals, die noch nie das Meer gesehen haben wollen nach Europa fliehen. Während der langen Überfahrt, steigern sie sich in unglaubliche Erwartungen, was ihre Zukunft in Europa betrifft. Doch es zieht ein fürchterlicher Sturm herauf und das Boot wird schwer beschädigt. Sie sind verzweifelt, aber da naht ein Schiff…

„Die Farbe des Ozeans“ von Maggie Peren (2012): verknüpft für kurze Zeit die Schicksale dreier Menschen (Flüchtlinge, Touristen und Polizei) miteinander und zeichnet ein berührendes als auch tragisches Szenario wie es sich heute in vielen Urlaubsgebieten am Mittelmeer und am Atlantik abspielen könnte.

„Welcome“ von Philippe Lioret (2010): Seit über drei Monaten ist der kurdische Teenager Bilal aus dem Irak schon auf der Flucht, als er an den Ärmelkanal gelangt. Bilal trennt von seiner Freundin in England nur der von starkem Nordwestwind aufgewühlte Ärmelkanal. Doch Bilal kann nicht Schwimmen…

Literatur:

„Jetzt bin ich hier“ erschienen im Verlag 3.0: Herausgeber: Maria Braig und der Künstler Bernard Bieling. In Form einer Textsammlung von verschiedenen Menschen auf der Flucht und deren Erfahrungen, wollen die beiden den Blickwinkel der Leser erheblich verändern. 33% des Erlöses aus dem Verkauf der Bücher gehen an Exil e.V. Osnabrück

„Menschen ohne Papiere“ RETAP Verlag von Siegfried Pater: Die genaue Zahl von Menschen ohne Papieren bleibt genauso im Verborgenen wie ihr Leben unter uns. Sie stehen am Rand unserer Gesellschaft, wie keine andere Gruppe. Als "Illegale" werden sie von den Behörden bezeichnet. Dieses Buch gibt durch zahlreiche anonymisierte Berichte einen Einblick in die Welt dieser Menschen aus Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa.

„Über das Meer: Mit Syrern auf der Flucht nach Europa“ suhrkamp Verlag: Wolfgang Bauer, der "Zeit"-Reporter Wolfgang Bauer hat syrische Flüchtlinge begleitet. In ihren Verstecken in Ägypten, im Boot, auf den Straßen Europas. Er schildert die Schicksale, die sich hinter den abstrakten Zahlen verbergen, und die dramatischen Umstände der Flucht. Ein authentisches Dokument und zugleich ein leidenschaftlicher Appell für eine humanitärere Flüchtlingspolitik.

Jürgen Todenhöfer (2015): Inside IS - 10 Tage im 'Islamischen Staat':
Dieses Buch hat in den letzten Wochen eine starke Medienpräsenz und ist sicher nicht jedermanns. Im Sommer 2014 führte Jürgen Todenhöfer mehrere Monate lang Gespräche mit deutschen Islamisten des Islamischen Staates. In seinem Buch beschreibt er eindringlich seine Erlebnisse vor Ort. Die Erkenntnisse, die er in diesen Gesprächen gewann, sind mehr als erschreckend und enthüllen die mörderischen Absichten.

Kilian Kleinschmidt (2015): Weil es um die Menschen geht: Als Krisenhelfer an den Brennpunkten der Welt
25 Jahre wirkte Kilian Kleinschmidt als Nothelfer der UNO an den Brennpunkten der Welt, oft unter Lebensgefahr. In seiner Autobiographie erzählt er von seinen schwierigen Missionen im Sudan und Kongo, in Somalia, Pakistan, Sri Lanka. Seine Arbeit gibt dem Leser ein besseres Verständnis für die Arbeit in Krisengebieten und somit auch für aktuelle Themen.

Douglas Saunders (2012): Mythos Überfremdung: Eine Abrechnung "Unsere von Sarrazin geprägten ... über muslimische Einwanderung sind falsch."
Der Autor und Journalist Doug Saunders hat sich in diesem Buch mit den gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen Aspekten von Migration und Integration auseinandergesetzt. Interessant und aufklärend von der ersten bis zur letzten Seite. Ein ganz herausragendes Buch, das viele Vorurteile beleuchtet, größtenteils widerlegt und die Hintergründe aktueller Probleme erklärt.

Doug Saunders (2013):“Die neue Völkerwanderung - Arrival City“
Ein Drittel der Weltbevölkerung ist unterwegs und zieht – über Grenzen und Kontinente hinweg – vom Land in die Städte. Doug Saunders hat in über zwanzig Ankunftsorten der großen Städte recherchiert und mit den Menschen über ihre Erfahrungen gesprochen. Wo Ankunft und Aufnahme gelingen, entsteht eine neue Mittelschicht, die zum sozialen Frieden beiträgt und die Wirtschaft stabilisiert. Das Buch befasst sich mit einzelnen Wanderungen und vermittelt so ein gutes Gespür, für die Motivationen die Menschen zum Verlassen ihrer Heimat bewegen.

Literatur für Kinder geeignet:

Irena Kobald und Freya Blackwood (2015): Zuhause kann überall sein.
Das kleine Mädchen Wildfang musste seine Heimat verlassen und vor dem Krieg in ein fremdes Land fliehen. Alles dort scheint kalt, abweisend und vor allem fremd. Nur ein anderes Mädchen reicht ihr die Hand und lacht mit ihr. Das Buch wird in der Ich-Form erzählt, so dass man sich auch als Kind in Deutschland gut in die Lage des sich fremd fühlenden Mädchens einfühlen kann.

Fabio Geda (2012) 'Im Meer schwimmen Krokodile'.
Als Enaiat eines Morgens erwacht, ist er allein. Mit dem Ziel, ein besseres Leben zu finden, begibt er sich auf eine lange Reise Richtung Westen. Das Buch ist einfach geschrieben und doch ist man beim Lesen atemlos, welche Abenteuer Enaiat bestehen muss und mit welchem Elend er konfrontiert wird. Die Geschichte von Enaiat ist wahr. Fabio Geda hat daraus ein nettes, unterhaltsames Buch gemacht. Geda hat in dieser Thematik auch zwei weitere interessante Bücher veröffentlicht.

Online-Spiele, mit denen man gut interaktiv zum Thema Flucht am Medium Computer arbeiten kann:

Unter der Internetadresse ‪ http://www.lastexitflucht.org/againstallodds/  findet ihr ein Interaktives Spiel was ab 13 Jahren geeignet ist. Das UN-Flüchtlingshilfswerk hat 12 kleine Spiele entwickelt, in denen man sich mit der Situation von Flüchtlingen auseinandersetzt. Mit einer wirklich detailreichen Darstellung, drehen sich die einzelnen Spiele um die Situation im Heimatland, die Herausforderungen im Grenzland und den Neuanfang in einem fremden Land. Zu den Spielen gibt es jeweils noch einen Verweis auf Fakten, um Hintergrundinformationen zu den Gespielten Situationen zu bekommen.

Auf der Seite der Uno Flüchtlingshilfe https://www.uno-fluechtlingshilfe.de/ gibt es unter dem Bereich "Aktiv werden" ein Online Quiz. Hierbei muss man mit dem Maskottchen "UNESSI" einige Fragen beantworten. Der Schwerpunkt des Spieles liegt auf Fragen zu den Asyl- und Menschenrechten.

Das Spiel „Passengers“ ist unter: http://www.lexaloffle.com/bbs/?tid=2326 spielbar. Das Spiel versetzt den Spieler in die Rolle eines Schlepperbosses, der entscheidet welcher Flüchtling sein Boot über das Mittelmeer betreten darf und der verantwortlich ist wer letztlich ankommt. Die Optik erinnert ein wenig an ein altes Videospiel, aber die Botschaft des Spieles ist brandaktuell.

Ansprechpartnerin

151123 Vera Seeck

Vera Seeck
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