Fachstelle Soziale Gerechtigkeit

„Soziale Gerechtigkeit“ -  nur ein Schlagwort, das im Wahlkampf von politischen Parteien verwendet wird? Für den BDKJ-Diözesanverband Osnabrück heißt Soziale Gerechtigkeit: Eintreten für eine gerechte Gesellschaft, in der alle Menschen gleiche Teilhabechancen haben und damit Gesellschaft mitgestalten können. Wir wollen, dass möglichst viele Kinder und Jugendliche (unabhängig von ihrer Herkunft, Schulbildung oder finanziellen Ressourcen) die Chance haben, sich in katholischer Jugend(verbands-)arbeit zu engagieren. Mit dem Projekt „Soziale Gerechtigkeit“ wollen wir bestehende Zugangshindernisse abbauen und unsere Jugendverbandsarbeit noch mehr öffnen.

Zum Josefstag lud der BDKJ Diözesanverband Osnabrück, der Kolpingjugend Diözesanverband Osnabrück und das Christophorus-Werk Lingen am 17. März Vertreter aus Kirche und Politik ein, die Jugendarbeit vor Ort und vor allem die betroffenen Jugendlichen persönlich kennen zu lernen. Gemeinsam veranstalteten wir einen bunten Aktionstag und empfingen unter anderem Albert Stegemann (MdB) und Generalvikar Theo Paul.

Der Josefstag ist ein bundesweiter Aktionstag, der Einblicke in die Einrichtungen der Jugendsozialarbeit, insbesondere der Jugendberufshilfe, in katholischer Trägerschaft gewähren soll. Dieses Jahr bezogen wir insbesondere Position gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Rechtspopulismus. Das diesjährige Motto des Josefstages „Eine/r von uns – Gemeinsam für ein buntes Land“ passt hervorragend zum Leitsatz des Christophorus-Werkes. Beide Sätze stehen für ein gleichberechtigtes Leben und Arbeiten in der Gesellschaft. Am Josefstag bekamen die Teilnehmer des Sprint- Projektes die Möglichkeit über ihre Situation zu berichten. Das Sprint-Projekt vermittelt Jugendlichen zwischen 16 und 21 Jahren grundlegende Deutsch-kenntnisse und kulturelle Unterschiede, im Christophorus-Werk haben sie zudem die Möglichkeit, verschiedene Arbeitsfelder zu erproben und dabei weiterführende Qualifikationen zu erwerben.

Teilnehmer des Sprint-Projektes und unbegleitete minderjährige Ausländer, die von der Werkstatt für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe des Christophorus-Werkes betreut werden, arbeiteten am 17. März gemeinsam mit, Mitgliedern von BDKJ und Kolpingjugend sowie Schülern der Fachschule St. Franziskus. In den Werkstätten und der Küche lernten sie einander kennen, während sie mit Unterstützung der Ausbilder verschiedene Arbeitsgeräte herstellten. Hergestellt wurden Sonderanfertigungen für die neue Fahrradwerkstatt im Kinder-, Jugend- und Kulturzentrum Alter Schlachthof.

Am Nachmittag waren Vertreter aus Politik, Kirche und Gesellschaft zu Gast, um sich mit den Jugendlichen und den Organisatoren auszutauschen und gemeinsam zu erarbeiten, welche Unterstützungsmaßnahmen notwendig sind, um den Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen.

Ansprechpartnerin

151123 Vera Seeck

Vera Seeck
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0541 / 318-272

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