Fachstelle Soziale Gerechtigkeit

„Soziale Gerechtigkeit“ -  nur ein Schlagwort, das im Wahlkampf von politischen Parteien verwendet wird? Für den BDKJ-Diözesanverband Osnabrück heißt Soziale Gerechtigkeit: Eintreten für eine gerechte Gesellschaft, in der alle Menschen gleiche Teilhabechancen haben und damit Gesellschaft mitgestalten können. Wir wollen, dass möglichst viele Kinder und Jugendliche (unabhängig von ihrer Herkunft, Schulbildung oder finanziellen Ressourcen) die Chance haben, sich in katholischer Jugend(verbands-)arbeit zu engagieren. Mit dem Projekt „Soziale Gerechtigkeit“ wollen wir bestehende Zugangshindernisse abbauen und unsere Jugendverbandsarbeit noch mehr öffnen.


Im Spätsommer/ Herbst planen wir die Veröffentlichung der vierten Arbeitshilfe Flucht und Migration. Hierbei handelt es sich um das abschließende Heft der Reihe. Wir planen mit den Themen Frieden, Integration aktuell, junge Menschen mit Fluchthintergrund in unserer Jugendarbeit. Weitere Themen stehen auf unserer Liste und können noch ergänzt werden.

Am 12.06.2017 laden wir zum Redaktionstreffen ab 15 Uhr ins Marcel-Callo-Haus ein! Alle an der Mitarbeit Interessierte sind herzlich eingeladen sich an diesem Nachmittag mit dem Inhalt des Heftes zu beschäftigen und erste Textbausteine zu formulieren. Für das leibliche Wohl bei diesem Treffen ist gesorgt.

Zum Josefstag lud der BDKJ Diözesanverband Osnabrück, der Kolpingjugend Diözesanverband Osnabrück und das Christophorus-Werk Lingen am 17. März Vertreter aus Kirche und Politik ein, die Jugendarbeit vor Ort und vor allem die betroffenen Jugendlichen persönlich kennen zu lernen. Gemeinsam veranstalteten wir einen bunten Aktionstag und empfingen unter anderem Albert Stegemann (MdB) und Generalvikar Theo Paul.

Der Josefstag ist ein bundesweiter Aktionstag, der Einblicke in die Einrichtungen der Jugendsozialarbeit, insbesondere der Jugendberufshilfe, in katholischer Trägerschaft gewähren soll. Dieses Jahr bezogen wir insbesondere Position gegen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit und Rechtspopulismus. Das diesjährige Motto des Josefstages „Eine/r von uns – Gemeinsam für ein buntes Land“ passt hervorragend zum Leitsatz des Christophorus-Werkes. Beide Sätze stehen für ein gleichberechtigtes Leben und Arbeiten in der Gesellschaft. Am Josefstag bekamen die Teilnehmer des Sprint- Projektes die Möglichkeit über ihre Situation zu berichten. Das Sprint-Projekt vermittelt Jugendlichen zwischen 16 und 21 Jahren grundlegende Deutsch-kenntnisse und kulturelle Unterschiede, im Christophorus-Werk haben sie zudem die Möglichkeit, verschiedene Arbeitsfelder zu erproben und dabei weiterführende Qualifikationen zu erwerben.

Teilnehmer des Sprint-Projektes und unbegleitete minderjährige Ausländer, die von der Werkstatt für Kinder-, Jugend- und Familienhilfe des Christophorus-Werkes betreut werden, arbeiteten am 17. März gemeinsam mit, Mitgliedern von BDKJ und Kolpingjugend sowie Schülern der Fachschule St. Franziskus. In den Werkstätten und der Küche lernten sie einander kennen, während sie mit Unterstützung der Ausbilder verschiedene Arbeitsgeräte herstellten. Hergestellt wurden Sonderanfertigungen für die neue Fahrradwerkstatt im Kinder-, Jugend- und Kulturzentrum Alter Schlachthof.

Am Nachmittag waren Vertreter aus Politik, Kirche und Gesellschaft zu Gast, um sich mit den Jugendlichen und den Organisatoren auszutauschen und gemeinsam zu erarbeiten, welche Unterstützungsmaßnahmen notwendig sind, um den Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt zu ermöglichen.

Bild: BDKJ

Ein großes Themenfeld in der Jugendarbeit ist aktuell der Umgang mit jungen Geflüchteten und jungen Menschen mit Migrationshintergründen. Nun hat der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) im Bistum Osnabrück zu einem Fachtag „Arbeit mit jungen Geflüchteten – Hintergründe und praktische Umsetzung“ ins Ludwig-Windthorst-Haus nach Lingen eingeladen. Rund 70 Vertreterinnen und Vertreter aus der kirchlichen, offenen und kommunalen Jugendarbeit sowie der Jugendsozialarbeit sind der Einladung gefolgt.

Moderator Urs von Wulfen, der die Teilnehmenden durch den Tag führte, konnte Prof. Angelika Schmidt-Koddenberg von der Katholischen Hochschule Köln sowie Prof. Markus Ottersbach von der Technischen Hochschule Köln zu Fachvorträgen begrüßen. Schmidt-Koddenberg lud die Zuhörerinnen und Zuhörer ein, junge Geflüchtete in der Jugendarbeit nichts anders zu behandeln, als die Jugendlichen bisher. Wichtig sei ein sensibler Umgang. "Dabei müssen die jungen Menschen spüren, dass sie angenommen werden wie andere Jugendliche auch." so Schmidt-Koddenberg. 

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