Inklusion

Inklusion - ein großes Wort, das seit geraumer Zeit Bestandteil in politischen Debatten ist.
„Verschiedenheit als positiver Bestandteil der Normalität“ ist eine von vielen möglichen Übersetzungen, die dahinter stecken.
Für den BDKJ Osnabrück stehen die politischen Debatten beim Thema Inklusion erst an zweiter Stelle. Wichtiger ist uns die Frage: Wie gehen wir in der Jugendarbeit mit Verschiedenheit um? Dabei ist es unwichtig, ob die Verschiedenheit durch eine Behinderung, die Herkunft oder auch den sozialen Status bedingt ist.
Alle sollen die Möglichkeit haben, an unseren Angeboten teilzunehmen!

Der Begriff Inklusion heißt übersetzt so viel wie Zusammenhalt, Eingeschlossenheit.Inklusion Inklusion bedeutet Anerkennung von Individualität und Vielfalt. Inklusion fordert also einen Perspektivwechsel – das System / die Gesellschaft (also die Schule, der Jugendverband, die Kirchen, Spielplätze, Kaufhäuser..) muss so gestaltet sein, dass alle mitmachen können und niemand ausgegrenzt wird.

Viele Menschen denken bei dem Begriff Inklusion zunächst an die gemeinsame Schule für Kinder und Jugendliche mit und ohne Behinderung.

Der Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) versteht den Begriff ganz bewusst in seiner weiten Definition – Inklusion heißt für uns die Wertschätzung und gleichberechtigte Teilhabe von allen Jugendlichen in verschiedensten Lebensbereichen. Aus dieser Wertschätzung heraus sind wir aufgefordert, auch unsere eigenen Strukturen zu überprüfen.

Noch zu kompliziert erklärt? Der Film "Inklusion. Einfach erklärt" von Sascha Müller-Jänsch (mj kreativ) erklärt in 2 Minuten, was mit Inklusion gemeint ist. Hergestellt wurde der Film im Auftrag der Montag Stiftung Jugend und Gesellschaft.

 

Engagement des BDKJ in Sachen Inklusion

  • Inklusion wird im BDKJ Diözesanverband als Querschnittsthema verstanden und hat damit Anknüpfungspunkte in allen Bereichen unserer Arbeit – von der Schulungsarbeit bis zum Zeltlager.
  • Die beiden Fachstellen bieten besondere Anknüpfungspunkte – in Bezug auf Schule ist das Thema Inklusion in Niedersachsen topaktuell. Aber auch die Fachstelle Soziale Gerechtigkeit ist eng mit dem Thema Inklusion verbunden – wir wollen eine Wertschätzung allen Kindern und Jugendlichen gegenüber.
  • Der BDKJ Diözesanverband Osnabrück im Beschluss „All inclusive“ Forderungen und eigene Verpflichtungen zum Thema Inklusion festgehalten. Hier gibt’s den Beschluss als Download
  • Der BDKJ Osnabrück setzt sich dafür ein, dass alle Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit ihren Stärken und Schwächen an allen Bereichen des Lebens teilhaben können.
  • Der BDKJ Osnabrück und seine Jugendverbände möchten die Teilhabe aller Kinder und Jugendlichen bei Veranstaltungen, Angeboten, Gremienarbeit etc. ermöglichen und achten darauf Ausgrenzungsmechanismen zu überprüfen.
  • Der BDKJ Osnabrück setzt sich für die Umsetzung des inklusiven Gedankens bei EntscheidungsträgerInnen in Politik, Gesellschaft, Kirche und Schule ein. Dazu zählen Themen wie ausreichende Rahmenbedingungen zur Umsetzung der inklusiven Schule, Förderung der Chancengleichheit von Geburt an, Bekämpfung von Kinder- und Jugendarmut, Chancengerechtigkeit für junge Menschen mit Migrationshintergrund etc.

 

Angebote des BDKJ

  • Hilfen zur Umsetzung des inklusiven Gedankens in Pfarrgemeinden und Verbänden
  • Weitergabe von Informationsmaterialien
  • Netzwerkarbeit

 

Linkliste

Informationen:


Projekte im Bistum

  • Projekt Wegweiser: Menschen mit geistigen oder körperlichen Behinderungen haben bei Anlaufstellen einen Holzpfeil erhalten. Diesen gestalten sie mit Angaben zu ihrer Person und ihrem Herzenswunsch. Anschließend geben sie den Pfeil zurück, die Mitglieder des Arbeitskreises versuchen, die Anliegen vor Ort zu realisieren. Dabei kann es sich beispielsweise um eine Messdienertätigkeit oder die Mitarbeit in Gruppen handeln. Herrmann S aus Werlte hat mit dem Projekt eine Fußball-Hobbymannschaft gefunden, in der er seitdem spielt. Der Kirchenbote hat darüber berichtet: http://www.kirchenbote.de/content/%E2%80%9Ewas-wuensche-ich-mir
  • Projekt Linas (www.linas-lingen.de): „Lingen integriert natürlich alle Sportler!“ Das Projekt Linas mit dem Ziel der Integration von Menschen mit Behinderung in die örtliche Vereine, Verbände und sozialen Netzwerke in den Bereichen Sport und Freizeitgestaltung versteht sich als ein Schritt auf dem Weg zur inklusiven Gesellschaft


Materialien:

  • Die deutsche Jugendfeuerwehr hat sich intensiv mit der Inklusion von jungen Menschen mit Behinderung auseinandergesetzt. In der Arbeitshilfe sind z.B. Checklisten zur Überprüfung der eigenen Arbeit zusammengestellt, aber auch Leitfragen für eine Auseinandersetzung in der Leiterrunde: http://www.jugendfeuerwehr.de/files/arbeitsheftinklusion.pdf
  • Auch die Arbeitshilfe Soziale Gerechtigkeit kann mit einer Checkliste aufwarten, mit der die eigene Arbeit in der Gemeinde in Bezug auf Ausgrenzung unter die Lupe genommen werden kann.


Methoden:

Foto: Dieter Schütz / pixelio.de

Ansprechpartnerin

151123 Vera Seeck

Vera Seeck
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0541 / 318-272