BDKJ-Diözesanverband Osnabrück


Adresse:

Marcel-Callo-Haus
Kleine Domsfreiheit 23
49074 Osnabrück

Homepage: www.bdkj-osnabrueck.de

E-Mail:
Telefon:
Fax:
kontakt@bdkj-osnabrueck.de
0541 / 318-236
0541 / 318 333-236

Im Marcel-Callo-Haus an der Kleinen Domsfreiheit 23 laufen die Fäden der katholischen Jugendverbandsarbeit im Bistum Osnabrück zusammen. Die Diözesanstelle des BDKJ befindet sich somit in der direkten Nachbarschaft des Doms St. Petrus. Auch drei der diözesanen BDKJ-Mitgliedsverbände, die DPSG, die KjG und die CAJ, haben ihre Diözesanbüros im Marcel-Callo-Haus, ebenso wie Teile des Diözesanjugendamtes, die Katholische Arbeitnehmerbewegung (KAB), der Osnabrücker Domchor, das Stipendienwerk Lateinamerika-Deutschland (ICALA) sowie die SüdNordBeratung, eine Anlaufstelle für entwicklungspolitische Initiativen.
Von 1938 bis 2011 hatte der Kirchenbote, die Wochenzeitung für das Bistum Osnabrück, seine Büroräume an der Kleinen Domsfreiheit 23.

Seinen Namen trägt das Gebäude in Gedenken an einen Mann, der sich - geprägt von der katholischen Jugendverbandsarbeit - sein Leben lang aus christlicher Motivation für seine Mitmenschen eingesetzt hat.
Marcel Callo wurde am 6. Dezember 1921 in Rennes geboren, wuchs in der Bretagne auf und war Mitglied bei den Pfadfindern und der Christlichen Arbeiterjugend (CAJ). In der Zeit der Besetzung der Bretagne durch deutsche Truppen wandte er sich gegen das Nazi-Regime. Er half vielen Verfolgten dabei, in den unbesetzten Teil des Landes zu fliehen und rettete sie so vor den Besatzern. 1943 wurde Callo selbst von den Nazis zur Zwangsarbeit nach Zella-Mehlis (Thüringen) verschleppt. Doch auch als Zwangsarbeiter hörte Callo nicht auf, sich für die Menschen um ihn herum einzusetzen: Er organisierte Gruppen und Gottesdienste, half als Krankenpfleger und war als Chorleiter und seelsorglicher Begleiter aktiv.
Aufgrund seines Engagements wurde Marcel Callo im April 1944 verhaftet und ins Gefängnis nach Gotha gebracht. Kurze Zeit später wurde er im Konzentrationslager Mauthausen (Oberösterreich) interniert. Dort starb er am 19. März 1945.